Unser Wasser – auch für die Zukunft!?

Die Wasserversorgung ist aufgrund des Klimawandels eine große Herausforderung.

Weil es eben nicht selbstverständlich ist: 
Wasserpartner im Kreis Paderborn für mehr Wertschätzung des Trinkwassers 

Auch wenn das niemand gerne hört: Der Klimawandel ist da und erfordert ein Umdenken von uns allen. So wollen wir Wasserpartner im Kreis Paderborn mit unserer Kampagne „UNSER WASSER – auch für die Zukunft?!“ bei den Bürgerinnen und Bürgern ein größeres Bewusstsein und mehr Wertschätzung im Umgang mit Trinkwasser erreichen. Denn unser Lebensmittel Nummer 1 steht nicht unbegrenzt zur Verfügung! 

Der Klimawandel bedeutet neue Herausforderungen in der Wasserversorgung, daher wird der verantwortungsvolle Umgang mit Trinkwasser immer wichtiger. „Für eine gesicherte Versorgung mit Trinkwasser brauchen wir verlässliche und ausreichende Niederschläge von Oktober bis März”, sagt Michael Bernemann, Technischer Leiter der Wasserwerke Paderborn. “Der Regen, der in dieser Zeit der Vegetationsruhe nicht fällt, ist das Grundwasser und letztlich das Trinkwasser, das uns morgen fehlt”, erläutert der Experte. 

Die Niederschlagsmengen in unserer Region seit 2009, gemessen vom Deutschen Wetterdienst: Inzwischen fehlen uns insgesamt mehr als 1.500 mm Regen.
Die Niederschlagsmengen in unserer Region seit 2009, gemessen vom Deutschen Wetterdienst: Inzwischen fehlen uns insgesamt mehr als 1.500 mm Regen.

Inzwischen ist ein ernstzunehmendes Defizit entstanden, das nicht nur durch drei niederschlagsarme Sommer entstanden ist. Seit 2008 bleiben die Winterniederschläge vermehrt aus, und Grundwasser kann sich nur dann neu bilden, wenn es in dieser Zeit ausreichend regnet. Grundsätzlich begegnen wir “Wasserwerker” dem Wassermangel mit technischer Aufrüstung. So werden unter anderem Brunnen reaktiviert und neue gebohrt, zudem Wasserstände und Rohrsysteme beständig analysiert, etwaige Leckagen schnell ermittelt und umgehend behoben. 

2018: Stresstest für die Trinkwasserversorgung

Das Jahr 2018 war der erste große Stresstest für die Trinkwasserversorgung, denn hier kamen alle kritischen Faktoren zusammen: Fehlende Niederschläge, eine ungewöhnlich lange Trockenperiode sowie große Hitze. Gleichzeitig entstand ein erhöhter Wasserbedarf in der Bevölkerung, wodurch neue Rekordwerte beim täglichen Wassergebrauch erreicht wurden. Dieser liegt “normalerweise” bei durchschnittlich 125 Litern pro Person und Tag und ist in den letzten 30 Jahren sogar gesunken; das liege aber nicht an veränderten Gewohnheiten, sondern an technischen Fortschritten, so Michael Bernemann. 

Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Tag und Person in unserer Region.
Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Tag und Person in unserer Region.

Überraschend dabei ist, wofür wir das am intensivsten kontrollierte Lebensmittel im Alltag einsetzen: Der Großteil – täglich über 100 Liter reinsten Trinkwassers! – fließt in Hygienemaßnahmen wie Duschen, WC-Spülung, Händewaschen, Wäschewaschen und Putzen. Zum Trinken und Kochen dagegen nutzen wir durchschnittlich nur etwa drei Liter pro Tag.  

In heißen Sommern kommt als besonderes Problem eine unkontrollierte Gartenbewässerung hinzu: Tägliches Wässern ist für Garten und Grundwasser gleichermaßen schlecht, zweimal ausgiebig pro Woche reicht meistens aus. Darüber hinaus wird jedes Jahr deutlich mehr Trinkwasser für private Gartenpools gebraucht: Pro Füllung sind das 6.000 Liter und mehr! 

Als 2019 dann auch zu trocken blieb und sehr heiß wurde, fiel der Startschuss für unsere neue Kampagne für mehr Achtsamkeit rund um das Trinkwasser: Der Wassermarsch im September erregte viel Aufmerksamkeit und blieb bei den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig im Gedächtnis, für 2020 waren weitere spannende Aktionen geplant. “Dann kam Corona, und so haben wir komplett auf digitale Kanäle umgestellt”, berichtet Daniel Rohring, Technischer Manager. Mit Videoclips wurde auf der Homepage, über Facebook und Instagram die Welt der Wasserwerker vorgestellt, Tipps für den sorgsamen Umgang mit dem Schatz der Natur gegeben, auf YouTube lief die exklusive Dokumentation “Ein Tag ohne”. “Wir wollten zeigen und erlebbar machen, wie selbstverständlich wir in unserem Alltag Wasser nutzen und gleichzeitig auch unsere Abhängig vom Zugriff auf frisches, sauberes Trinkwasser darstellen”, schildert Michael Bernemann unsere Motivation. 

“Wasserprofis”: Kooperation und Angebote für Kids

Die Idee lag auf der Hand, auch Kinder und Jugendliche mit ins Boot zu holen und das Thema Wasser gezielt in den Schulen zu platzieren. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (Nabu) BNE-Regionalzentrum Prinzenpalais in Bad Lippspringe haben wir ein kostenloses Angebot für Schülerinnen und Schüler rund um den wertschätzenden Umgang mit Trinkwasser erarbeitet. Für Grundschulklassen können bereits seit Dezember Bildungseinheiten hier gebucht werden, demnächst stehen auch für die Sekundarstufe 1 entsprechende Bildungseinheiten zur Verfügung.  

Engagement und Verantwortung für unser Wasser

Deine Wasserpartner vor Ort sind ein hoch engagiertes, großes Team, das rund um die Uhr die Trinkwasserversorgung von über 300.000 EinwohnerInnen sicherstellt. Dazu zählen die Wassergewinnung aus der Aabachtalsperre sowie mehreren Brunnen und Tiefenbrunnen, die Reinigung und Aufbereitung in den Wasserwerken, die Verteilung und Aufbewahrung des Trinkwassers in Hochbehältern sowie der Transport durch mehr als 2.300 Kilometer Versorgungsleitungen zu den insgesamt fast 76.000 Hausanschlüssen. Darüber hinaus wird kontinuierlich an der Erneuerung und Wartung der Anlagen und Systeme gearbeitet, und auch in Kundenservice und Verwaltung sind wir stets zur Stelle. 

Hoch motiviert und gut vernetzt: die Wasserpartner um Michael Bernemann (2. v. r. vorne) im Kreis Paderborn.
Hoch motiviert und gut vernetzt: die Wasserpartner um Michael Bernemann (2. v. r. vorne) im Kreis Paderborn.

“Wir müssen schneller sein als die nächste Störung”, erläutert Wassermeister Andreas Benstein die Motivation der Paderborner Wasserversorger. “Dafür planen wir weit im Voraus und investieren beständig in unsere Versorgungssysteme.” Doch das alleine reiche nicht aus, ergänzt der Experte: “Wir alle müssen sorgsam mit unserem Wasser umgehen.”

Wir können es also nicht alleine schaffen, sondern sind auf die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Wir alle können dazu beitragen, dass auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser für alle zur Verfügung steht. Und jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um damit zu beginnen: Der Weltwassertag erinnert jedes Jahr am 22. März an die große Bedeutung des Wassers. Als ein Ergebnis der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro wurde er bereits 1993 durch eine Resolution der Vereinten Nationen fest eingerichtet.

Das Leitthema 2021 könnte kaum passender sein: “Der Wert des Wassers”. Denn unser Trinkwasser ist viel mehr wert, als es kostet … Danke! 


Klimawandel:
So spürbar wie nie

Tatsache ist: In den letzten 100 Jahren hat sich das Weltklima viel stärker verändert als in den zehntausend Jahren davor.

Klima und Wetter sind übrigens nicht dasselbe: Wetter ist der momentane Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Wetter wird (z. B. in Paderborn) mit Parametern wie Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmenge und Wind beschrieben. Es kann mehrmals am Tag wechseln, was wir bei sehr starken Schwankungen auch gerne “Aprilwetter” nennen.

Das Klima hingegen kann sich nicht kurzfristig verändern. Es basiert auf dem Mittelwert unterschiedlicher Witterungseinflüsse, die global und über einen längeren Zeitraum gemessen werden – mindestens 30 Jahre! Von einer Klimaerwärmung sprechen die Experten dann, wenn die durchschnittlichen Temperaturen weltweit langfristig ansteigen. Somit sind ein einzelner und auch drei auf einander folgende Hitzesommer noch kein Hinweis auf den Klimawandel. Die langfristigen Veränderungen sind entscheidend.

„warming stripes”

Was aussieht wie ein besonders hübscher Barcode oder ein Kunstwerk, zeigt tatsächlich eine alarmierende Entwicklung: Seit 1881 werden das Wetter und die Temperaturen in Deutschland gemessen und dokumentiert. Hier zeigen die „warming stripes”* die durchschnittlichen Jahrestemperaturen in Nordrhein-Westfalen von 1950 bis 2019 – und damit einen deutlichen Trend nach oben.

Für die Trinkwasserversorgung war das Jahr 2018 der erste große Stresstest, denn hier kam alles auf einmal: Fehlende Niederschläge, eine ungewöhnlich lange Trockenperiode sowie große Hitze; gleichzeitig ein erhöhter Wasserbedarf der Bevölkerung und dadurch neue Rekordwerte beim täglichen Wassergebrauch.

Auf die Auswirkungen dieses und weiterer Trockenjahre müssen die Wasserversorger in ganz Deutschland reagieren, denn die Prognosen sind eindeutig: Bis 2050 wird allein für Nordrhein-Westfalen ein mittlerer Temperaturanstieg um 1,8°C, bis 2100 sogar um 2,8°C erwartet.

Wenn der Regen ausbleibt …

Die Aufzeichnungen der letzten Jahre zeigen, dass sich der Niederschlag insgesamt vom Sommer in den Winter verschiebt – was bedeutet, dass es in Zukunft ausgerechnet dann zu wenig regnen wird, wenn es heiß ist und wir ohnehin mehr Wasser brauchen als sonst. Weitere Dürreperioden wie in 2018 werden also kommen, in Deutschland und hier bei uns. Denn auch wenn es nach langer Trockenheit schlagartig zu heftigen Niederschlägen kommt, kann der ausgetrocknete Boden das Wasser nicht aufnehmen, die Vegetation nicht versorgen, die Grundwasserstände nicht füllen.

Der Klimawandel ist also da und schreitet weiter voran, so dass wir auf weitere bzw. mehr Extremwettersituationen vorbereitet sein müssen. Das gilt natürlich auch für uns hier im Kreis Paderborn. “Wir müssen schneller sein als die nächste Störung”, bringt es unser Wassermeister Andreas Benstein auf den Punkt. Dafür planen wir weit im Voraus, investieren in unsere Versorgungssysteme und müssen sorgsam mit UNSERem WASSER als Schatz der Natur umgehen.

Unsere Welt, unser Land, unsere Region werden wärmer, das Klima verändert sich. Und das betrifft uns alle. Wir alle sind aufgefordert, zu handeln …!

Mehr zu diesem Thema: “Bevor wir auf dem Trockenen sitzen – Anpassungsstrategien in der Trinkwasserversorgung, wenn der Regen ausbleibt” von Michael Bernemann, Technischer Leiter Wasserwerke Paderborn GmbH

*Abbildung: https://showyourstripes.info/ (13.07.2020), Institute for Environmental Analytics, Reading (https://www.the-iea.org/); Graphics and lead scientist: Ed Hawkins (https://twitter.com/ed_hawkins), NCAS, UoR.; Data: Berkeley Earth, NOAA, UK Met Office, MeteoSwiss, DWD, SMHI, UoR, Meteo France & ZAMG


Warum machen wir das?

Aufgrund der geringeren Niederschläge insbesondere im Jahr 2018 wollen die Wasserversorger der Städte und Gemeinden im Kreis Paderborn die Menschen mit einer gezielten Kampagne auf den nachhaltigen Nutzen und die relevante Bedeutung „Unseres Trinkwassers“ hinweisen.

Unter dem Titel „Unser Wasser“ werden die Städte und Gemeinden aus dem Kreis Paderborn zusammen als Partner auf die Herausforderungen durch Klimawandel und Dargebotsveränderungen in den Dialog um unser Lebensmittel Nr. 1 einsteigen.

Dabei soll eine erhöhte Wertschätzung des Wassers im Bewusstsein der Menschen entstehen. Den Bürgern soll veranschaulicht werden, dass die Leistungen der Wasserversorgung aufgrund des Klimawandels eine große Herausforderung sind.

Außerdem werden die lokalen Wasserpartner Handlungsempfehlungen über den sinnvollen Umgang mit dem Trinkwasser gerade während der heißen Sommermonate geben. Weiterhin werden wasserwirtschaftliche Zusammenhänge in unserer Region leicht verständlich kommuniziert, gerade unter dem Gesichtspunkt nachlassender Niederschläge.

Die Infokampagne gliedert sich in mehrere Teile. Im ersten Teil wird auf die Kampagne hingewiesen, der zweite Teil erfordert eine Interaktion und im dritten Teil wird eine Erhöhung der Aufmerksamkeit durch gezielte Aktionen erreicht.


Lebensnotwendig und wertvoll: unser Trinkwasser

Über Hintergrund und Inhalte der Kampagne informiert Dipl.-Ing. Michael Bernemann, technischer Leiter der Wasserwerke Paderborn GmbH.

Im Jahr 2018 hat es tatsächlich sehr wenig geregnet. Aber mal ganz provokant gefragt: Muss man nach einem heißen Rekordsommer in unseren Breiten schon befürchten, demnächst auf dem Trockenen zu sitzen?

Michael Bernemann: Es geht nicht in erster Linie darum, dass der Sommer 2018 zu heiß und niederschlagsarm war. Denn für eine gesicherte Versorgung mit Trinkwasser sind verlässliche und ausreichende Niederschläge während der Vegetationsruhe in den Wintermonaten, in der Zeit von Oktober bis März, erforderlich. Und hier zeigt es sich, dass es seit dem Jahr 2008 im Paderborner Raum jedes Jahr ein Niederschlagsdefizit gegeben hat; lediglich das Jahr 2017 bildete eine Ausnahme. Konkret bedeutet das, dass pro Jahr weniger Niederschlag gefallen ist als im langjährigen Mittel. Summiert man die jährlichen Defizite auf, so ergibt dies inzwischen mehr als einen mittleren Jahresniederschlag von 1.300 mm.

Welche Folgen hat diese Entwicklung für das Grundwasser?

Michael Bernemann: Die Niederschläge, und zwar insbesondere die der Wintermonate, korrespondieren direkt mit der Grundwasserneubildung. Kommt es also zu Niederschlagsdefiziten, wie wir sie jetzt schon seit mehr als zehn Jahren erleben, wird auch weniger Grundwasser gebildet. Drei aufeinanderfolgende niederschlagsärmere Jahre stellen noch kein Problem dar, doch wenn der Regen länger ausbleibt, muss man sich Gedanken darum machen, wie die Trinkwasserversorgung weiter sichergestellt werden kann. So haben die Wasserwerke Paderborn in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt und beispielsweise einen alten Brunnen reaktiviert, eine Verbundleitung von einem Hochbehälter zu zwei Paderborner Stadtteilen verlegt, einen neuen Tiefbrunnen in Betrieb genommen und ein umfassendes Wasserverlustmonitoring eingeführt. Da die geringen Niederschlagsmengen für uns aber sehr wahrscheinlich ein Zukunftsthema bleiben werden, wird die Veränderung des Abnahmeverhaltens der Verbraucher an Bedeutung gewinnen. Und an diesem Punkt setzt unsere Trinkwasserkampagne „Unser Wasser – auch für die Zukunft!?“ an. Mit ihr wollen wir bei den Menschen in den Städten und Gemeinden des Kreises Paderborn ein stärkeres Bewusstsein für unser Lebensmittel Nummer 1 wecken und sie dafür sensibilisieren, verantwortungsvoller mit dem Trinkwasser umzugehen. Denn schon der schottische Philosoph Adam Smith, der im 18. Jahrhundert gelebt hat, stellte fest, wie gering die Wertschätzung des zum Überleben so notwendigen Wassers ist. Es kostet nur wenige Cent, während man horrende Summen für einen Diamanten bezahlt, der dagegen ja nur einen geringen elementaren Nutzen hat.

Wer beteiligt sich an der Trinkwasserkampagne, und wie wird diese mit Inhalt gefüllt?

Michael Bernemann: Die Kampagne, die sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren erstrecken soll, wird von allen zehn Wasserversorgern im Kreis Paderborn getragen. In einem ersten Schritt machen wir im Spätsommer 2019 mit Großflächenplakaten in allen beteiligten Städten auf die Trinkwasserkampagne aufmerksam. Als durchgängiges Motiv zeigen sie einen eleganten Wasserhahn, aus dem klares Wasser in ein Glas sprudelt. Dazu gibt es verschiedenen Headlines wie etwa „Frisch gezapft in deiner Küche. Nutze es bewusst“ und „Direkt aus deiner Leitung. Wertschätze es“. Danach ist eine Vielzahl von Aktionen geplant, bei denen wir in direkten Dialog mit unseren Kunden, den Verbrauchern, treten. Angedacht sind etwa ein Lauf, bei dem man 125 Liter Wasser – das ist der aktuelle durchschnittliche Wasserbedarf pro Person und Tag in Deutschland – auf dem Kopf transportieren muss. Oder wir zeigen einmal im Internet, was es bedeutet, einen ganzen Tag ohne Wasser aus dem Wasserhahn zu verbringen. Um schon die jüngsten Verbraucher für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Trinkwasser zu sensibilisieren, werden Kontakte zu Schulen geknüpft. Und wir werden viele Möglichkeiten nutzen, um ganz konkrete Anregungen und Tipps zu geben, wie man sparsamer mit dem Wasser umgehen kann. Wobei auch dem bestgemeinten Sparwillen Grenzen gesetzt sind: Denn die Leitungen müssen weiterhin ausreichend durchströmt werden, damit sich in dem überwiegend ungechlorten Wasser keine Keime bilden können. Allerdings kann ich die Verbraucher beruhigen. Bei einer mittleren Verweildauer des Wassers von etwa einem Tag besteht zurzeit kein Anlass zur Sorge.

Sie nannten bereits den durchschnittlichen Wasserbedarf von 125 Litern pro Person und Tag. Ist dieser Wert in den vergangenen Jahren gestiegen?

Michael Bernemann: Nein, ganz im Gegenteil! Seit 1990 ist der Wassergebrauch zurückgegangen. Das liegt aber weniger an dem Gebrauchsverhalten als am technischen Fortschritt. Denn Haushaltsgeräte wie Spül- und Waschmaschinen kommen mit deutlich weniger Wasser aus als noch vor 30 Jahren, und die meisten WC-Spülkästen haben inzwischen eine Spülstopptaste.

Wo wird denn das meiste Wasser gebraucht, und wo lässt sich Wasser sparen?

Michael Bernemann: Mit 38 Litern fällt der höchste Wassergebrauch beim Baden bzw. Duschen an, gefolgt von der Toilettenspülung mit 34 Litern. In diesem Bereich zu sparen, ist wenig sinnvoll. Ich rate aber dazu, regelmäßig einen Blick auf den Wasserzähler zu werfen. Wenn er sich bewegt, obwohl gerade kein Wasser läuft, befindet sich in der Leitung eine undichte Stelle, die behoben werden sollte. Vor allem in heißen Sommern erweisen sich die Gartenbewässerung als problematisch. Hier besteht durch den Einsatz von wärmeresistenten Pflanzen sowie durch die richtigen Bewässerungszeiten und -arten ein Einsparpotenzial.

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Wasser der Zukunft

Deine Wasserversorgung ist aufgrund des Klimawandels eine große Herausforderung. Wir möchten daher mehr Bewusstsein für unser Trinkwasser schaffen.

Praktische Tipps

Für den verantwortungs- und sinnvollen Umgang mit Trinkwasser geben wir einige Tipps. Wie können wir „Unser Wasser“ im Alltag sinnvoll nutzen?

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